Archiv für den Monat: September 2017

Woche 3 – Fazit

Trainigseinheit

5 Minuten Aufwärmen

3 Minuten Laufen,  1,5 Minuten Gehen

5 Minuten Laufen,  2,5 Minuten Gehen

3 Minuten Laufen,  1,5 Minuten Gehen

5 Minuten Laufen,  2,5 Minuten Gehen

2,5 Minuten Abkühlen

Gesamt: 31,5 Minuten

#Mimimi

Alter Falter, war das eine besch*eidene Woche. Körperliche Leistungsfähigkeit scheint vom Zyklus abzuhängen. Soviel Mimimi und Wehwechen hatte ich glaube ich noch nie. Knie, Hüfte, Rücken, Beine, Arme, Bauch, Kopf… ALLES.

Morgens aufstehen und sich wie 80 fühlen weil alles weh tut…

Motivation

Diese Woche kaum vorhanden. Montag voll motiviert durchgezogen. Dienstag abgebrochen, weil Beine wie Blei und mit dem Kopf nicht dabei. Stattdessen die Runde einfach in Spaziertempo gegangen weil das Wetter so schön war. Mittwoch Pause. Donnerstag und Freitag irgendwie durchgezogen. Samstag pausiert, dafür 13km wandern um den Drachenfels. Sonntag dann wieder mit dem gewohnten Schwung.

Wo ich das jetzt so aufzähle hab war ich – trotz meines Eindrucks total faul und kaputt gewesen zu sein – echt fleißig. Krass.

Fitness

Die Trainingseinheit für Woche 3 zu überspringen und dafür mit Woche 4 weiter zu machen war eine gute Entscheidung. Das Gerenne in kurzen Intervallen war irgendwie nicht fordernd genug. Jetzt geht wieder ordentlich die Pumpe und der Atem auf der Zielgeraden. Ich bin überzeugt, dass ich in 3 Wochen die 5km locker durchlaufe. Ich liebäugle bereits mit der nächsten Challenge: 10km. Aber um einen weisen Gallier zu zitieren: Ich will die Haut des Wildschweins mal nicht verkaufen, bevor ich es erlegt habe. Das Ziehen in Hüfte und Knie und mein schmerzender Körper jeden morgen machen mir schon etwas Sorgen.

Ausblick

Ab sofort sieht der Trainingsplan für jeden Trainingstag einen anderen Trainigsablauf vor. Am Ende der kommenden Woche soll ich 20 Minuten durchlaufen. Hui. Na, ich bin gespannt. 🙂

Warum Alternativen eben keine sind

Nächsten Sonntag ist also Bundestagswahl und die AfD wird in aller völkischen Pracht Ihren Einzug ins deutsche Parlament feiern.
Das ist ja schon schlimm genug.
Aber die Massenpanik, die zur Zeit angesichts der blauen Pest um sich greift ist mir zuwider.
Mir wird gesagt, ich dürfe auf keinen Fall eine kleine Partei wählen, weil das ja die großen Parteien schwächt und der AfD mehr Sitze bringt.

Ich soll also SPD & CDU wählen, damit ich die AfD nicht noch stärker mache? Das Kartell, dass mit Agenda 2010 und der Unfähigkeit zukunftsfähige Politik zu machen all die Leute abgehängt hat, die jetzt den sogenannten Denkzettel verteilen? 

Ich soll diejenigen wählen, die aus Angst vor der AfD allesamt selbst nach Rechts driften um so viele Stimmen wie möglich abzufischen, weil im Zweifelsfall JEDES Mittel zum Machterhalt recht ist? Zum Glück gibt es noch Leute mit Verstand  da draußen, die euch Schaubilder malen oder journalistisch mal richtig geil abliefern!
Mir wird gesagt, ich solle aufhören meine Zeit und Energie in das tote Pferd „PIRATEN“ zu stecken und mich besser bei rotgrüngelbschwarz engagieren, so wie andere Ex-Piraten auch.

Okay. Meinetwegen sind die Reste der PIRATEN ein Haufen Dilettanten, die weder kampagnenfähig noch in der Lage sind strategisch und zielorientiert zu arbeiten. Wir haben die Strukturprobleme des großen Wachstums immer noch nicht überwunden, es fehlt an Geld und vielleicht ist unser Programm auch nicht mehr so innovativ wie es vor 5 Jahren war.

Wo ist denn bitte eure Alternative zu der ich gehen kann?
Eine Partei, bei der ich etwas bewegen kann und nicht in nem schäbbigen Kreisverband Plakate kleben darf, zwischen alten Männern, die sich für lau beim Schützenfest besaufen und Jugendorganisationen denen die Jugend ausgeht?
Zu den LINKEN, die selbst so einfallslos und verzweifelt sind, dass sie neuerdings Stolz mit den schlimmsten abgehalfterten Ex-Piraten für Fotos posieren und jetzt auch irgendwas mit Internet macht, während Sahra am rechten Rand fischen geht?
Soll ich zu den Grünen, deren großer Netzpolitiker Notz nur deshalb glänzen kann, weil wir PIRATEN die Netzpolitik salonfähig gemacht haben? Die Partei die ständig für die Legalisierung von Cannabis und gegen Braunkohle ist, aber in jedem Parlament, in dem sie die Gelegenheit bekommt entsprechend abzustimmen gegen ihre eigenen Forderungen stimmt?
Zur FDP, der großen neuen Digitalpartei, die unter dem Claim „Neu denken“ erklärt, dass Glasfaser besser ist als Kupfer und Europa Reformen braucht? Deren Spitzenkraft ausgelaugten Pflegekräften erstmal erklärt, dass sie nicht effizient genug arbeiten?
Zu CDU und SPD, die dafür gesorgt haben, dass vor allem Menschen im Osten sich abgehängt fühlen, sich beharrlich weigern eine Lösung für das zukünftige Rentensystem zu finden, Deutschland zum digitalen Entwicklungsland verkommen lassen und so ziemlich jedes wichtige Thema das angegangen werden muss verkacken? Die verstrickt sind in unaufgeklärte Parteispendenaffären, Diesel-Skandale gefakete Doktor-Titel & Uniabschlüsse? Parteien, die sich nur deshalb mit solchen Wahlergebnissen halten können weil sie sich von kommunaler Ebene aufwärts mit Vorstandsämtern, Verwaltungsposten und Aufsichtsräten in diesem System festgesetzt haben und auf mannigfaltigen Wegen an den Steuergeldern zur eigenen Finanzierung saugen wie an den Zitzen einer Sau? 
Nein danke!
So lange ihr mir keine Alternative zeigt werde ich halt weiterhin bei meiner 1% Partei bleiben.
Aber wisst ihr was? Wenn mich die nächsten Generationen fragen, was ICH eigentlich gemacht habe als die Nazis wieder ins Parlament kamen kann ich voller Stolz behaupten, dass ich Mitglied war in einer kleinen Partei, die versucht hat dieser Gesellschaft eine zukunftsfähige Alternative zu bieten, die nicht auf  Hass, Neid, Verboten oder Sündenböcken mit anderer Hautfarbe basiert.
Wir sind nur eine kleine Partei.
 Leider haben wir keine Politprofis wie Gabriel, Seehofer, Maas, Roth oder Oettinger, nur normale Menschen.
 
Wir haben nur wenig Geld, quasi keine Firmenspenden und hatten auch noch nie einen ernsthaften Lobbyistenbesuch beim Vorstand.
 
Obwohl wir kein Programm haben und für nichts stehen hat unser Programm 120 Seiten. Es ist innovativ, konstruktiv, smart und sozial gerecht und teilweise so zukunftsorientiert dass die anderen Parteien es nicht verstehen.
 
Dafür, dass wir T-Shirts mit politischen Statements tragen oder Bullshit beim Namen nennen haben wir uns oft und regelmäßig  von der Landtagspräsidentin rügen lassen.
 
Im Landtag NRW haben wir übrigens als kleinste Fraktion 2 Anträge durchbekommen. Das sind 2 mehr als die CDU. Trotzdem werden wir regelmäßig gefragt, ob wir überhaupt was gemacht haben. 
 
Auf kommunaler Ebene werden wir manchmal sogar von anderen Parteien gelobt.
 
Überflüssiges Geld für Fraktionen & Fraktionszulagen zahlen wir regelmäßig an die Verwaltungen zurück anstatt uns am Jahresende Häppchen zu gönnen, weil wir verantwortungsvoll mit dem Steuergeld der Bürger umgehen wollen.
 
Wenn es an Freiheitsrechte und Demokratie geht ziehen wir vors Bundesverfassungsgericht – und bekommen meistens Recht.
 
Wir legen uns auch mit der Verlegerschaft oder der GEMA an weil wir das Leistungsschutzgesetz für Blödsinn und die Künstler für unfair behandelt halten.
 
Nach Podiumsdiskussionen klettern unsere Zustimmungswerte regelmäßig, teilweise auf über 20%.
 
Beim Wahl-o-Mat sind die Menschen oft überrascht, dass sie viele Übereinstimmungen mit uns haben.
 
Trotzdem wählen viele Piraten nicht, weil sie glauben ihre Stimme wäre verschenkt. 
Wenn uns alle wählen würden, die glauben ihre Stimme wäre verschenkt würden wir locker 10% bekommen.

Woche 2 – Fazit

Trainigseinheit

5 Minuten Aufwärmen

6 Sets aus 90 Sekunden joggen & 2 Minuten gehen

4 Minuten Abkühlen

Gesamt: 31 Minuten

Verschleiß

In der Wochenmitte hatte ich das Gefühl einen Tag Pause einlegen zu müssen weil ich Schmerzen im Hüftgelenk hatte. An diesem Tag hat mir die Bewegung wirklich gefehlt, gleichzeitig hat mir die Ruhe auch gut getan. Die Schmerzen scheinen auf einen Haltungsfehler beim Laufen zurückzuführen zu sein. Jedenfalls ging es zum Ende der Woche besser mit dem Bewusstsein, dass ich mich aufrechter halten muss.

Der Verschleiß der mich weitaus mehr schmerzt als die Hüfte ist der von Socken. Im Durchschnitt geht jetzt jeden Tag, spätestens jeden zweiten Tag ein paar Socken in den Müll, weil ich sie an den großen Zehen durchscheuere. 🙂

Motivation

Je besser das Wetter, desto mehr freue ich mich auf draußen. Leider war das Wetter die ganze Woche eher kalt, nass und matschig. Lediglich heute (Samstag) war mir zum Wochenende ein herrlich sonniger Morgen beschert.

Wenn das Wetter einen nicht motiviert muss man sich also was anderes suchen. Ich bin sehr bemüht eine positive Einstellung aufrecht zu erhalten und mit jeden Tag ein Erfolgserlebnis bewusst zu machen. Die meisten verbrannten Kalorien, der schnellste Kilometer, die schnellste Trainigseinheit, die schnellste Gesamtrunde, IRGENDWAS findet sich immer. Und wenn sich nichts findet, dann bin ich immerhin stolz darauf, dass ich es  einen Tag mehr durchgezogen habe statt auf der Couch zu sitzen.

Es scheinen sich übrigens diverse Körperstellen zu straffen. Das könnte aber auch Wunschdenken sein. Jedenfalls habe ich lt. Waage 3kg mehr. Diese ganze Bewegung macht wirklich so richtig Hunger jeden Tag. Ich esse eindeutig mehr als vorher, aber ich bleibe auf jeden Fall unter 2.000 Kalorien am Tag. Vom Essen kann so viel Mehrgewicht also nicht kommen. Muskelmasse ist aber auch sehr absurd. Es ist jedenfalls sehr frustrierend wenn man eben noch die 70er gefeiert hat und die jetzt schon wieder schier unerreichbar scheinen. 🙁

Fitness

Ich bin mega erstaunt, wir stark ich diese Woche eine Verbesserung meiner Kondition bemerkt habe. Am Montag war ich noch froh, die neue Trainigseinheit mit den längeren Laufintervallen durchzuhalten ohne entkräftet zu sein. Freitag und Samstag habe ich die Trainingsapp sogar beukottiert, weil mir die Pausen zwischen dem Laufen viel zu lang waren. Statt zwei Minuten reichen mir locker 30-45 Sekunden um den Atem zu beruhigen. Damit habe ich die Laufintervalle also eigenständig verlängert.

Die 4 Minuten abkühlen laufe ich inzwischen einfach ganz locker durch, denn ich habe ja immer noch etwas Reststrecke bis nach Hause.

Trotzdem bin ich da erst mal verhalten optimistisch. Es muss sich noch rausstellen, ob das eine tatsächliche Verbesserung ist, oder ob das noch Teil der anfänglichen Euphorie ist.

Ausblick

Der Trainingsplan für Woche 3 sieht einen Wechsel von 90 Sekunden Joggen – 90 Sekunden Gehen und 3 Minuten Joggen – 3 Minuten gehen vor.

Ich überlege ernsthaft, ob ich Woche 3 überspringen soll und direkt bei Woche 4 weiter mache: 3 Minuten Joggen – 90 Sekunden Gehen / 5 Minuten Joggen – 2,5 Minuten Gehen / 3 Minuten Joggen – 90 Sekunden Gehen / 5 Minuten Joggen. Das  scheint besser zu meinem Leistungsstand zu passen.  Mal drüber nachdenken…

Woche 1 – Fazit

Trainigseinheit

5 Minuten Aufwärmen

8 Sets aus 60 Sekunden joggen & 90 Sekunden gehen

5 Minuten Abkühlen

Gesamt: 30 Minuten

Durchhalten

Nach den ersten beiden Tagen hatte ich wirklich überall Schmerzen. Vor allem der obere Rücken und Schultern haben mich gequält. Auch die Bauchmuskeln habe ich bei manchen Bewegungen gespürt und die Oberschenkel taten auch ziemlich weh.

Dass sich der Körper erstmal auf völlig ungewohnte Bewegungsabläufe einstellen muss war mir aber klar und kannte ich schon von meinen ersten Gängen ins Fitness-Studio. Warmes Wasser, reichlich Tiger-Balm und meine Faszienrolle haben geholfen um mich am nächsten Morgen wieder in die Laufschuhe zu bringen.

Überraschung

Zu meiner völligen Verwunderung habe ich tatsächlich Spaß an dem was ich da mache und ich freue mich jeden Abend darauf am nächsten Morgen wieder loslaufen zu dürfen. Ich musste mich regelrecht bremsen um nicht Abends eine zusätzliche Runde dran zu hängen. Bloß nicht in der anfänglichen Euphorie übertreiben! Mal sehen, wie lange dieser Spaß anhält wenn das Wetter nicht mehr mitspielt oder sich eine gewisse Routine eingestellt hat.

Fitness

Tatsächlich habe ich zum Ende der ersten Woche erste kleinere Verbesserungen in Sachen Fitness bemerkt. Nachdem ich etwas gebraucht habe um ein gutes Tempo zu finden (am Anfang bin ich viel zu schnell gerannt und war entsprechend nach der Hälfte schon kaputt), kann ich jetzt das Trainingsmuster für Woche 1 gut durchhalten und nach Abschluss der Einheit sogar noch etwas gemütliches Laufen dran hängen um mich zu Hause angenehm erschöpft und nicht völlig am Ende zu fühlen.

Ausblick

Der Trainingsplan für Woche 2 erhöht auf 90 Sekunden laufen und 2 Minuten gehen. Das sollte machbar sein, aber ich habe dennoch erstmal Respekt. 90 Sekunden klingt ja nicht viel, aber erstmal machen. 😀

 

Laufen lernen – Die Challenge

Laufen lernen – das klingt erstmal irgendwie komisch.

Ist es auch. Laufen – im Sinne von Rennen – konnte ich noch nie. Weder war ich als Kind sonderlich ambitioniert mich auf diese Art fortzubewegen, noch tat ich mich im Sportunterricht, bei den Bundesjugendspielen oder beim Sportabzeichen in irgendeiner Art durch sportlichen Ehrgeiz hervor. Und dann, wenn man mit jedem Jahr mehr Kilos mit sich rum schleppt und man sich generell weniger bewegt als gut für einen wäre ist Laufen garantiert das Letzte an das man denkt.

Nachdem ich nun nach 45+ abgespeckten Kilos endlich in einem Bereich bin in dem ich anfange mich dem rechnerischen „Normalgewicht“ zu nähern und auch so eine Art psychologischer Effekt da ist (endlich in den 70ern!!!) will ich versuchen so nach und nach Dinge in Angriff zu nehmen, die für einen durchschnittlich trainierten Menschen ganz normal sind, für mich aber die letzten 20 Jahre unerreichbar schienen.

Die Challenge

In 8 Wochen 5km durchlaufen (ohne hinterher mit einem Herzinfarkt in den Büschen zu liegen).

Die Hilfsmittel

Nach zwei unkoordinierten (und sehr frustrierenden) Versuchen „einfach mal zu laufen“ habe ich mir eine Trainings-App runtergeladen, die einen sinnvollen Trainingsplan vorgibt.

Vor und nach jeder Trainingsrunde benutze ich (zusätzlich zu ein paar einfachen Dehnübungen) eine Faszienrolle zum Aufwärmen und Entspannen. Die ersten 3 Tage waren die Hölle. Es tat an manchen stellen schrecklich weh, aber inzwischen geht es besser und es tut mir gut.

Nach dem großen Gewichtsverlust plage ich mich natürlich auch mit den nervigen Begleiterscheinungen herum. Damit die ganze Haut nicht in ihrem eigenen Tempo mitläuft trage ich zum Laufen einen dieser ungemein sexy  Formbodies und über einem stramm sitzenden BH zusätzlich noch einen Sport-BH.

In Sachen Schuhe habe ich mich nicht lumpen lassen und mich nach einschlägiger Beratung im Fachgeschäft für den Asics Gel-Cumulus entschieden.

Der Ablauf

Fürs Training habe ich mir eine hübsche Strecke gesucht, die ziemlich genau 5,5 km lang ist. Ziel ist, diese in 8 Wochen komplett durchzulaufen, abzüglich der 500m für Aufwärmen und Cooldown. Diese Strecke tracke ich mit meiner Schrittzähler-App, um einen Überblick über Geschwindigkeit, Dauer, Schritte, etc. zu haben. Die Trainigsapp sieht insgesamt eine Trainigsdauer von anfangs 30 und später 40 Minuten vor, ist also (noch) keine vollständige Runde.